Kleintierzuchtverein 1908 e.V. C223 Ilvesheim
 
   

Der Kleintierzuchtverein 1908 e.V. C223 Ilvesheim - eine über hundertjährige Geschichte

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir

Ge

den

ken

der Gefallenen und vermissten zweier Weltkriege

und all unserer Toten.

Wir sind dankbar

für

ein

Stück

gemein

samen

Weges.

Die

Er

inner

ung

kann

uns

niemand

nehmen!

Wir werden

Ihrer nicht vergessen.

In unseren Herzen leben Sie weiter.

 

 

 

Sie waren unsere Wegbegleiter

für kurze Zeit.

Am Ende unseres Weges werden auch wir Ihnen folgen,

für immer.

 



 

 

 

Vorwort

 

 

Im September 1908 wurde von 14 Kaninchen-, Hühner- und Taubenzüchtern im Gasthof „Zum Kreuz“ der Kaninchen- und Geflügelverein gegründet.

 

Leider gibt es aus der Zeit des 1. und 2. Weltkriegs keine Vereinsunterlagen. Sie gingen wohl in den Kriegswirren verloren. Über Aktivitäten in diesen Jahren kann so nichts weiter berichtet werden.

 

Nur ein Mitgliederverzeichnis, aufgelegt am 01. Januar 1933, Kaninchen- und Geflügelzuchtverein Ilvesheim, Mitgliederverzeichnis 1930 – 33 ist uns  erhalten geblieben.

Als weitere Unterlagen für diese Festschrift dienten Auszüge aus dem Gemeindearchiv, die Festschrift aus dem Jahre 1958 und ab 1947 die Versammlungsprotokolle.

 

Im Gemeinde Archiv wird im Verzeichnis A 567 von 1914 als Vorstand August Stein genannt.

 

Die Umbenennung auf „Kleintierzuchtverein Ilvesheim 1908“ soll, laut Festschrift von 1958  im Jahre 1930 erfolgt sein.

 

Im Verzeichnis A 628 von 1937 ist der Verein als „Kaninchen- und Geflügelgesellschaft“ im „Reichsverband der Kleintierzüchter“ mit 70 Mitgliedern aufgeführt.

Als Vorstand wird in diesem Verzeichnis Georg Schmelcher genannt.

 

Das oben genannte Mitgliederverzeichnis zeigt am 30. Dezember 1933 einen Stand von 33 Mitgliedern auf.

Eine Liste in diesem Buch weist 1940 93 Mitglieder aus.

Eine ab 01.04.1941 fortlaufend geführte Liste gibt für den 01.01.1943 einen Stand von 87 Mitgliedern an. Am 01.01.1944 weist diese Liste 85 Mitglieder aus und bis zum 01.10.1945 kommen noch einmal 6 Mitglieder hinzu. Im Oktober 1945 gibt es laut dieser Liste 91 Mitglieder.

Die nachfolgende alphabetische Auflistung von 80 Mitgliedern, ist wahrscheinlich aus 1946.

Mit Datum vom 01. Januar 1947 wurde bei der Wiederbelebung des Vereinslebens nach dem Krieg, eine numerische Mitgliederliste erstellt. Geordnet nach Straßen oder Wohnort sind 82 Mitglieder erfasst.

 

Alle diese Listen sind aber leider ungenau geführt. Es wurde gestrichen und hinzugefügt nach Belieben. Dabei ging die Übersicht verloren und nachweisbar fehlen die Namen von mehreren Vereinsmitgliedern.

 

Auch in den Folgejahren wurden Mitgliederlisten häufig nicht korrekt geführt. Der Mitgliederschwund, vor allem in den letzten Jahrzehnten, kann so nur bedingt nachvollzogen werden.

 

Der derzeitige Mitgliederstand ist 32, davon 12 Aktive und 5 Jugendliche.

 

  100 Jahre Kleintierzuchtverein 1908 e.V.C223 Ilvesheim

100 Jahre Kleintierzuchtverein 1908 e.V.C223 Ilvesheim

 

Es ist ein guter, alter Brauch Geburtstag zu feiern - und - 100 Jahre wird man nicht alle Tage.

 

Im Jahre 2008 wird der Kleintierzuchtverein Ilvesheim 100 Jahre alt.

Für den Verein und die Mitglieder ist dies ein Ereignis höchsten Ranges. Wir sind stolz darauf und freuen uns sehr, gemeinsam mit unseren Familien, Freunden, Vereinen und Institutionen und allen Bürgern diesen Anlass gebührend feiern zu dürfen.

Zurückblickend wollen wir die Leistung unserer Vorgänger anerkennen, würdigen und ins rechte Licht rücken.

So dürfen wir heute freudig auf eine 100 jährige, recht bewegte Vergangenheit zurückblicken.

Höhen und Tiefen erlebte unser Verein in diesen Jahren. Kriegs- und Krisenzeiten waren zu bewältigen und manches Mal lastete das Vorstandsamt schwer auf den Schultern seines Trägers. Manch einem Vorsitzenden wurde diese Last auch zu schwer. Aber immer wieder fanden sich engagierte Kleintierzüchter zu einem Neuanfang zusammen und zogen auch die Zögerlichen und Skeptiker mit.

 

Da die Menschheit sich in ihren Verhaltensweisen nicht wesentlich verändert hat, steht und fällt das Ansehen einer jeden Organisation immer mit der Arbeit ihrer Repräsentanten, der Vorstandschaft. Gute Leute zu finden und an die Spitze zu stellen, war stets schwer und wird immer schwieriger. Die Bereitschaft im Ehrenamt mit zu wirken hat deutlich abgenommen. Trotzdem finden sich immer wieder Idealisten, die bereit sind ein solches Amt zu übernehmen.

 

Diese Chronik erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

Schon bei der Zusammenstellung der Unterlagen wurde dieses Problem sichtbar. Vieles ist verloren gegangen. Einiges wird vielleicht auch noch wieder Auftauchen und die eine oder andere hier gemachte Aussage in Frage stellen. Das sollte für uns, aber auch für unsere Nachfolger, Anlass sein die Unterlagen über die Vereinsarbeit ordentlich zu führen und sorgfältig aufzubewahren. So kann Vereinsgeschehen auch noch nach vielen Jahren korrekt belegt werden. Mündliche Überlieferungen unterliegen immer der Interpretation des Erzählers und sind zwar meist recht schön anzuhören, entsprechen aber oft schon nach wenigen Jahren nicht mehr der Wirklichkeit. Die jetzt im Gemeindearchiv aufgefundenen Unterlagen lassen auch an einigen Feststellungen der Festschrift von 1958 berechtigte Zweifel aufkommen.

In der neuen Festschrift zum 100jährigen wollen wir deshalb nur belegbare Vorgänge dokumentieren.

 

Im Jahre 1908 gründen vierzehn, in der Kleintierzucht engagierte, Ilvesheimer Kaninchen-, Geflügel- und Taubenzüchter den Kaninchen – und Geflügelverein. Georg Althaus, Karl Althaus, Georg Gattung, Ferdinand Gattung, Leonhard Grimm, Josef Hack, Hermann Heidemann, August Hennesthal, Fritz Lohnert, Jakob Lohnert, Ludwig Merz, Georg Schreck, Adam Stein, und Jakob Zeh wollen zukünftig gemeinsam die Kleintierzucht im Verein betreiben. So ist es in der Festschrift von 1958 vermerkt. In der Gründungsversammlung im Gasthaus „Zum Kreuz“, bestellen sie Hermann Heidemann zum 1. Vorsitzenden des neuen Vereins.

 

Noch im Gründungsjahr wird die erste erfolgreiche und werbewirksame Geflügel- und Kaninchenausstellung durchgeführt. ( Festschrift von 1958)

Im Laufe der Folgejahre treten weitere Kleintierfreunde dem Verein bei.

 

 

 Hermann Heidemann

Hermann Heidemann ist nachweisbar mindestens bis 1914 Vorsitzender des Vereins. Seine Amtsnachfolger sind (nach dem Protokoll vom 10.05.1958) Josef Link, Karl Althaus I und Georg Schmelcher, in der genannten Reihenfolge. Das lässt sich so aber nicht nachvollziehen

Denn an das Badische Ministerium des Innern wird im April 1920 vom 1.Vorsitzenden des Ladenburger Vereins Hermann Munz im Namen der Vereine Ladenburg, Ilvesheim, Seckenheim, Neckarhausen, Edingen und Wallstadt, der Antrag auf Überlassung von Acker- und Wiesengelände der Gemeinden, nicht nur für die Bauern, sondern auch zum Futteranbau für die Kleintierzüchter gestellt. Anweisung seitens der Behörde ergeht auch an das hiesige Bürgermeisteramt Ilvesheim. Die Ablehnung erfolgt durch Bgm Kleinhans an den 1. Vorsitzenden Josef Hack. Begründung: Üblicherweise wird das verfügbare Wiesengelände öffentlich versteigert.

 

Futterwiese an der Neckarschleife

 

 

Nach dem Ausbruch des 1. Weltkriegs kann sich das Vereinsleben nur spärlich entwickeln und kommt im Laufe des Krieges zwangsläufig fast zum Erliegen.

Nach Ende des Krieges tut sich zunächst auch nicht viel, da leider viele Mitglieder nicht aus dem Krieg zurück kehren.

Erst im Jahre 1929 bringen einige Unentwegte gemeinsam mit Neumitgliedern wieder Leben in den Verein. Es wird mit Datum 03. November 1929 eine Satzung erstellt und beim Registergericht in Mannheim zur Eintragung angemeldet. Die Unterzeichner sind Josef Hack, Alwin Löber, Karl Althaus, Peter Böhler, Karl Hennesthal, Albert Back und Jean Feuerstein.

Unter Führung von Josef Hack, als Vorsitzenden, geht es nun wieder aufwärts im Verein und schon am 15. Dezember 1929 wird im Gasthaus „Zur Rose“ eine Kaninchen- und Geflügelausstellung durchgeführt. Seitens der Gemeinde wird hierzu ein Zuschuss von 20,00 RM bewilligt.

Es wird von nun an jährlich eine Jungtier- und eine Lokalschau beider Sparten durchgeführt.

 

Ab Anfang der 30er Jahre erhalten die Kleintierzüchter über Bezugsscheine, zur Förderung der autonomen Nahrungsversorgung des Volkes, preiswertes Futter über die „Reichsnährstelle“ zugeteilt. Die Verteilung von Weizen und Mais erfolgt über die Futtermittelhändler und „Großbetriebe“ Georg Schmelcher (1324 Hühner) und August Stein (2240 Hühner), sowie die Raiffeisen Genossenschaft. Die Kleintierzüchter erhalten Futter für insgesamt 80 Hühner zugeteilt.

 

Ob man 1933 das 25-jährige Bestehen des Vereins auch entsprechend feiert, ist leider nicht ersichtlich. Vorsitzender ist nun Karl Althaus. Ein neuer Antrag von Althaus auf Zuteilung von Wiesengelände zur Heugewinnung wird von der Gemeinde wieder abgelehnt.

 

Als im Jahre 1934 Georg Schmelcher die Vereinsführung übernimmt, kann durch seine Initiative eine Zuchtanlage erstellt werden. Von der Gemeinde Ilvesheim wird dem Verein Gelände im Gewann „in den Kappesgärten“ in Erbpacht zur Verfügung gestellt. Von dieser Möglichkeit wird rege Gebrauch gemacht und der Verein bekommt viele neue Mitglieder. Die Kreisverwaltung Mannheim unterstützt die Erschließung mit einem Zuschuss von 200 RM, den Restbetrag von 99 RM übernimmt auf Antrag die Gemeinde Ilvesheim.

Schon am 08. Juli 1934 erfolgt die offizielle Einweihung des neuen Zuchtplatzes.

Auch erhält der Verein zusätzlich zu seinem Logo ein neues Vereinssiegel. Kleintierzuchtverein Ilvesheim, R.D.KL. (Reichsfachgruppe Deutscher Kleintierzüchter) Ausstellungs- Geflügelzüchter.

 

Im Gemeindearchiv ist 1937 unter A 648 der Verein als „Kaninchen- und Geflügelgesellschaft“ im „Reichsverband der Kleintierzüchter“, mit 70 Mitgliedern aufgeführt.

Als Vereinsvorstand wird hier Georg Schmelcher genannt.

Der Angelsportverein hat zu dieser Zeit vergleichsweise nur 15 Mitglieder!

 

Auf größeren Schauen und auch auf der „Nationalen“ wird der Verein in den 30er Jahren durch die Zuchtfreunde Fritz Hennesthal, Jakob Heim, Friedrich Höfer und Georg Schmelcher sehr erfolgreich vertreten.

 

Am 30. und 31. Juli 1938 wird zwei Tage lang das Stiftungsfest gefeiert und am 19. und 20. November eine Jubiläumsschau für Kaninchen und Geflügel abgehalten.

 

Dem Ausbruch des 2. Weltkrieges mit seinen traurigen Ereignissen und der folgenden mageren Nachkriegszeit muss auch der Kleintierzuchtverein reichlich Tribut zollen. Viele unserer Freunde lassen im Krieg ihr Leben, andere sind verschollen und kehren nicht zurück. Die Daheimgebliebenen und die Familien haben große Probleme das nötige Futter für die Tiere bei zu bringen. Zudem ist es viel wichtiger frische Eier oder Fleisch für die Familie zu erzeugen. So stagniert ab 1939 das Vereinsleben und damit auch die Zucht immer mehr.

Im Februar 1940 werden in Anbetracht der „wehrwirtschaftlich“ wichtigen Aufgaben der Kleintierzucht überall Kleintier-Werbeschauen abgehalten und zur Unterstützung derselben nach Kräften aufgerufen. Im August 1940 erhalten die Bürgermeister zur verbindlichen Weitergabe an die Vereinsführer eine Broschüre: „Kleintierzucht als Stütze der Volksernährung“.

Im Kleintierzuchtverein wird sehr darauf geachtet auf jeden Fall die vorhandenen Bestände zu erhalten und auch zu verbessern. Im Februar 1941 wird ein neuer Zuchtrammler helle Riesensilber eingestellt, der von der Gemeinde finanziert wird.

Die jährlichen Ausstellungen werden bis Ende 1943 regelmäßig durchgeführt. Die Mitgliederzahl steigt in den Jahren des 2. Weltkriegs trotz aller Widrigkeiten kontinuierlich weiter an. Anlass hierzu in erster Linie die staatliche Förderung der Erzeugung von Eiern, Geflügel- und Kaninchenfleisch für die Volkswirtschaft. Aber sicher ist die gezielte Förderung der Rassezucht durch das herrschende Regime auch nicht ganz unbedeutend.

Es gibt bei den Kaninchen 26 offiziell anerkannte Rassen.

Bei den Tauben sind Brieftauben „die Rasse“. Viele neue Brieftaubenzuchtvereine entstehen ab Mitte der 30er, so auch in Ilvesheim.

Welche Hühnerrassen damals anerkannt sind ist uns leider nicht bekannt.

 

Nach Kriegsende hat zunächst ein Jeder mit der Beseitigung der Kriegsfolgen und der Futterbeschaffung für seine Tiere  zu tun. So ist die vereinsmäßige Kleintierzucht sozusagen zu einem Dornröschenschlaf verurteilt. Aber schon Ende 1946 finden sich einige Züchterfreunde zusammen um den Verein wieder mit Leben zu füllen. In einer Vorstandssitzung am 03. Januar 1947 wird die Tagesordnung für die Jahreshauptversammlung am 19. Januar 1947 erstellt.

In dieser JHV wird der noch komplett bestehende Vorstand ohne Änderung im Amt bestätigt.

Mit viel Ehrgeiz, großem Einsatz bei der Mitgliederwerbung und Dank der großzügigen Unterstützung einiger Förderer kann von Karl Hennesthal und Fritz Link dann in kurzer Zeit wieder ein Verein mit einem recht aktiven Vereinsleben und guter Öffentlichkeitsarbeit auf die Beine gestellt werden.

 

Regelmäßig werden seit dem Jahre 1947 wieder Jungtier- und Lokalschauen mit Bewertung, Osterfeier, Mai- und Kostümball mit Erfolg durchgeführt.

Im Januar 1948 wird vom Kleintierzuchtverein Ilvesheim die Kreisverbandsschau ausgerichtet und im Dezember 1948 eine Jubiläumsschau mit 304 Tieren. 1948 werden 392 Kaninchen tätowiert. Sehr aktive Rassegeflügel- und Rassekaninchenzüchter beteiligen sich auch an regionalen und überregionalen Schauen mit besten Erfolgen und sorgen so ebenfalls für Bekanntheit und Ansehen des Vereins weit über Ilvesheims Grenzen hinaus.

 

Nach der Währungsreform ändert sich viel und ab etwa 1950 geht es dann wieder steil bergauf. Am 01.03.1950 ist die Höchstzahl von 122 Mitgliedern erreicht. Ilvesheimer Kaninchen- und Geflügelzüchter sind mit ihren Tieren auf Kreis-, Landes- und Bundesschauen sehr erfolgreich vertreten.

1951 erhält Friedrich Höfer für besondere Verdienste um die Geflügelzucht die goldene Ehrennadel des LV Badischer Rassegeflügelzüchter. Weitere erfolgreiche Geflügelzüchter waren in den 50er Jahren Alois und Hans Althaus, Kurt Arnold, Fritz Feuerstein, Peter Haas sen. und Gustav Heierling.

Die Sparte Tauben wurde von Helmut Münster erfolgreich vorgestellt und Georg Bauer, Peter Böhler, Karl Hennesthal und Adam Stein waren mit ihren Kaninchen regional und national recht erfolgreich für unseren Verein.

 

Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei Erteilung der Baugenehmigung kann unter der Führung von Karl Schmelcher im August 1955 auf einer Parzelle der Bau eines Vereinsheimes in Massivbauweise in Angriff genommen werden. Mit Hilfe aller Vereinsmitglieder und Dank der Unterstützung einiger Mäzene kann das Vorhaben Ende 1961 abgeschlossen.

Ab 1962 spielt sich hier nun auch ein großer Teil des Vereinslebens ab.

Im Vordergrund einer der unermüdlichen Helfer Oskar Feuerstein, rechts der 1. Vorsitzende Karl Schmelcher

 


Im Jahre 1958 wird am 26./27. Juli das 50 jährige Bestehen des Vereins, von 95 Mitgliedern und vielen Gästen, 2 Tage lang auf dem Festplatz in der Zuchtanlage mit großem Programm gebührend gefeiert.

 

 

 


Von den vielen anstehenden Ehrungen sind hervor zu heben vier Mitglieder mit 50jähriger Vereinszugehörigkeit und die Ernennung von sechs Mitgliedern zum Ehrenmitglied.

(v.l.n.r.) Friedrich Höfer, Josef Hack, Jakob Lohnert, Jakob Zeh

 

Die Lokalschau wird am 01. und 02. November 1958 als Jubiläumsschau abgehalten.

Am letzten Wochenende im Oktober 1960 wird vom KTZV unter der Leitung von Karl Schmelcher, in der neu erbauten Mehrzweckhalle, mit großem Erfolg, erstmalig in der Inselgemeinde, die Kreisschau der Rassegeflügelzüchter des Kreisverbandes Mannheim durchgeführt.

170 Aussteller aus 28 Vereinen stellen 980 Tiere vor, Groß- und Wassergeflügel, Hühner und Tauben. Dazu nochmals 41 Hühner und Tauben in der Jugendabteilung.

Leider muss dies die einzige Veranstaltung dieser Art in Ilvesheim bleiben, da durch die Verordnung von Auflagen und Durchführungsbestimmungen zukünftige Schauen in der Mehrzweckhalle nicht mehr durchführbar sind.

 

Wegen unüberbrückbarer Differenzen ergibt sich 1959 - 1961, offensichtlich mit verursacht aus den sehr unterschiedlichen Bewertungssystemen und Preiszuteilungen bei Geflügel und Kaninchen, aber auch aus persönlichen Problemen, mangelndem Demokratieverständnis und fehlender Toleranz, eine Abtrennung eines Teil’s der Kaninchenzüchter, die zur Bildung des Kaninchenzuchtverein von 1961 führt. In den nächsten Jahren verlassen noch weitere Kaninchenzüchter unseren Verein und treten dem neuen Verein bei.

Auf Grund dieser Situation kommt es in der Folgezeit leider mehrfach auch zu negativen Zwischenfällen. In der JHV von 1966 wird der neue Verein aber erstmals positiv bewertet und zum Züchterabend unseres Vereins wird nun sogar die Vorstandschaft des Kaninchenzuchtverein von 1961 eingeladen. Fortan pflegt man ein gut nachbarschaftliches Verhältnis.

 

1967 erfolgt unter der Führung von Karl Hennesthal und Günter Feuerstein, unter VR 780, die Eintragung in das Vereinsregister, als KTZV 08 e. V. Ilvesheim, was schon seit Mitte der 50er Jahre immer wieder im Gespräch angestrebt war.

 

Schon seit 1962 ist bekannt, dass die Zuchtanlage in absehbarer Zeit geräumt werden muss. Mit der Zuteilung des neuen Geländes und der endgültigen Kündigung der alten Zuchtanlage zu Martini 1968 wird es dann aber Ernst. Bis 11.11.1969 muss das alte Gelände geräumt sein.

 

Nach der Aufteilung des neuen Platzes und der Auslosung der 14 Parzellen, leider können nicht alle Anwärter einen Platz erhalten, wird ab 1969/1970 mit dem Aufbau der neuen Zuchtanlage auf dem an der Kanzelbachstraße zugeteilten Gelände des ehemaligen „Quetschenwald“ begonnen. Wegen des drängenden Räumungstermins, müssen jetzt schnellstens die neuen Zuchtplätze erstellt werden.

 

Es folgen nun einige Jahre mit periodisch wechselndem Vorstand, da die jeweiligen Vorstände nicht in der Lage sind die Mitglieder auf einen gemeinsamen Konsens zu einigen. Leider stehen oft, auch bei sonst recht kompetenten Vorstandsmitgliedern, die eigenen Interessen vor den Vereinsinteressen.

So verzögert sich auch der Bau eines neuen Vereinsheimes.

Trotz alledem wird in verhältnismäßig kurzer Zeit eine schöne den Bedingungen angepasste Zuchtanlage erstellt. Der vorübergehend reduzierte Zuchtbetrieb läuft bald wieder normal.

 

Im November 1973 wird im Rohbau des Vereinsheimes die Lokalschau durchgeführt.

Das neue Vereinsheim wird im August 1974 endlich fertig und an Kirchweih eröffnet.

Vorerst aber nur vereinsintern, da der Kellerausbau noch nicht abgeschlossen ist. Die Zuchtfreunde Moritz und Dell übernehmen gemeinsam die Bewirtschaftung.

Ein Erbpachtvertrag mit der Gemeinde kommt 1975 zustande.

Nach Fertigausbau der Kellerräume wird das Vereinsheim in der Zeit von 1976 bis 1996, als öffentliche Gaststätte vermietet und nacheinander an vier verschiedene Pächter vergeben. Es gibt leider immer wieder Unstimmigkeiten und Probleme bei Erteilung der Konzession. Für den Verein kann leider nie ein zufrieden stellendes Ergebnis erreicht werden und es gibt ständig Nacharbeiten.

 

Ab 1982 wird durch Peter Beetz, einem neuen Vereinsmitglied als Vorsitzenden, die Tradition des jährlichen Gockelfestes erfolgreich wieder eingeführt. Zumindest finanziell geht es nun wieder deutlich aufwärts. In punkto Zucht, Vereinsleben und Mitgliederpflege geschieht aber leider gar nichts. Sodass der Mitgliederstand weiterhin stark rückgängig ist.

 

Mit einem Festabend in der Mehrzweckhalle Ilvesheim wird am 18. Juni 1983 das 75jährige Bestehen des Vereins gebührend gefeiert.

 

Nachdem die alljährliche Lokalschau nicht mehr im "Schiff" stattfinden kann, wird sie einige Jahre lang im Saal des Gasthaus "Krone", anschließend in einem Zelt auf dem Gelände der Zuchtanlage, von 1994 an in der „Insulana“ Halle und seit 2000 in der neuen Ausstellungshalle des KZV von 1961 durchgeführt.

 

1996/1997 setzt der amtierende Vorsitzende fast das ganze, für den Bau einer Ausstellungshalle angesparte beachtliche Vereinsvermögen für den Umbau und die Renovierung des Vereinsheimes nach den Wünschen des neuen Pächters ein. Mit einer Unterschriftenaktion wird der Vorsitzende satzungsgemäß zur Amtsniederlegung oder zu einer außerordentlichen Versammlung (Vertrauensfrage) aufgefordert. Da er dieser Aufforderung nicht nachkommt, auch nicht einsichtig ist und selbst vor massiver Bedrohung der Mitglieder nicht zurückschreckt, bleibt leider nur die Möglichkeit sich mit gerichtlicher Hilfe von ihm zu trennen.

 

Zum 1.Vorsitzenden wird nun Helmut Müller gewählt, ein neues Mitglied ohne „Altlasten“.

Wie zu erwarten ist der Beginn nicht einfach, da immer noch verschiedene Angelegenheiten gerichtlich zur Klärung anstehen. Da eine entsprechende vertragliche Regelung nicht existiert, wird dem Verein vom Pächter auch grundsätzlich der Zugang zu seinem eigenen Vereinsheim verwehrt.

So sieht die Vereinsführung sich gezwungen vorerst die „Krone“ als Vereinslokal zu nutzen.

Die Hoffnung 2006 mit dem Nachpächter endlich besser zu fahren, ist leider ebenfalls ein Fehlgriff. Der Verein bleibt nach der gerichtlich erzwungenen Beendigung des Pachtverhältnisses auf einer vierstelligen Forderung sitzen.

 

Verursacht durch diese leidigen Angelegenheiten verliert der Verein weitere Mitglieder. Er kann aber auch einige wieder hinzugewinnen und bleibt so mit 32 Mitgliedern und 6 Jugendlichen trotzdem in etwa konstant.

 

Züchterisch wurde der Verein in den letzten Jahrzehnten von Gerlinde und Georg Sinn, Ludwig Hildebrand, Slobodan Pancic und Theo Tappe national und international sehr erfolgreich vertreten.

 

Mit der jetzigen Pächterin des Vereinsheimes, Maria Papavasileou und ihrem Lebensgefährten Janni hat der Verein nun einen rechten Glücksgriff getan. Endlich gibt es ein attraktives Vereinsheim, das von den Gästen gern angenommen wird und auch dem Verein bei Bedarf zur Verfügung steht.

Auch die finanzielle Situation des Vereins ist nun wieder übersichtlich und kalkulierbar.

 

Im Jubiläumsjahr werden von unseren 11 aktiven und 5 jugendlichen Mitgliedern 3 Hühnerrassen in 7 Farbschlägen, 10 Taubenrassen mit über 20 Farbschlägen, 3 Kaninchenrassen und 25 Ziergeflügelarten, insgesamt cirka 350 Tiere, betreut!

Aus diesen Tieren werden voraussichtlich in 2008 rund 600 Jungtiere nachgezüchtet.

 

 

Einen Großteil unserer Tiere wollen wir nun der Öffentlichkeit an unserm „Kleintiertag“ im August vorstellen. Dazu werden auch weitere Tierarten aus anderen Vereinen präsentiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kleintierzucht, eine interessante Freizeitbeschäftigung mit Tier und Natur.

 

 

 

Um zu einer Zukunft zu kommen,

müssen wir einen klaren Blick bewahren,

über das, was hinter uns liegt!

Aber auch Perspektiven sehen!

Ständige Veränderung bewirken!

Möglichkeiten und Chancen nutzen,

wenn wir etwas bewegen wollen!

Persönlichen Egoismus aufgeben!

Auf andere Menschen zugehen,

offen und Neuem aufgeschlossen sein.

 

So wird auch die Freude an unserem schönen Hobby nicht zu kurz kommen.

 

Das ist unsere Zukunft!

 

Theo Tappe

 

 

 

An der Erstellung dieser Chronik war maßgeblich unser Ehrenmitglied Theodor Tappe beteiligt.

 Er hat in mühseliger Kleinarbeit alte Vereinsunterlagen gesicht, im Gemeindearchiv mit Klaus Peter Baumer nach brauchbaren Informationen und Aufzeichnungen gesucht und dann in Zusammenarbeit mit Steffen Haas die Chronik als Festschrift für unser 100jähriges Vereinsjubiläum erstellt.

Die Bilder hierzu stammen von Frau Renate Hack, Frau Elisabetha Künzler, Frau Margot Haas, Frau Gerlinde Sinn und aus der Festschrift zum 50-jährigen Vereinsjubiläum, die uns von Frau Waltraud Wilke zur Verfügung gestellt hat. Herr Gustav Bernoth hat uns ebenfalls einige Fotos Überlassen.

Allen beteiligten Unterstützern ein herzliches Dankeschön!

 

 

 

Fundstücke

     

 

Der Kleintierzuchtverein 1908 e.V. C223 Ilvesheim - Wer sind wir heute?

 
 Heute
Bild der Mitglieder wird nachgereicht.

Zur Zeit hat der Verein 36 Mitglieder. Davon züchten aktiv 13 Personen. In der Jugendgruppe sind es 5 Mitglieder, davon 1 Aktiver. 

 

 
 Unsere Ehrenmitglieder

 

Herr Otto Trapp

Herr Theodor Tappe

Herr Ludwig Hildebrand

 



 

 

 

 

 

 

Der Kleintierzuchtverein 1908 e.V. C223 Ilvesheim - Die Vorstände von damals bis heute!

Diese Übersicht ist noch immer etwas unvollständig. Wir arbeiten daran...

 

 

Jahr erster Vorsitzender zweiter Vorsitzender
2010 Helmut Müller Steffen Haas
2009 Helmut Müller Steffen Haas
2008 Helmut Müller Steffen Haas
2007 Helmut Müller Steffen Haas
2006 Helmut Müller Slobodan Pancic
2005 Helmut Müller Slobodan Pancic
2004 Helmut Müller Slobodan Pancic
2003 Helmut Müller Slobodan Pancic
2002 Helmut Müller Slobodan Pancic
2001 Helmut Müller Slobodan Pancic
2000 Helmut Müller Slobodan Pancic
1999 Helmut Müller Slobodan Pancic
1998 Peter Beetz
1997 Peter Beetz
1996 Peter Beetz
1995 Peter Beetz
1994 Peter Beetz
1993 Peter Beetz
1992 Peter Beetz
1991 Peter Beetz
1990 Peter Beetz
1989 Peter Beetz
1988 Peter Beetz
1987 Peter Beetz
1986 Peter Beetz Erika Seitz
1985 Peter Beetz Erika Seitz
1984 Peter Beetz Erika Seitz
1983 Peter Beetz Erika Seitz
1982 Peter Beetz Peter Seip
1981 Wilhelm Diry Theo Tappe
1980 Wilhelm Diry Theo Tappe
1979 Helmut Gruteser Theo Tappe
1978 Helmut Gruteser Theo Tappe
1977 Theo Tappe
1976 Theo Tappe
1975 Theo Tappe
1974 Theo Tappe
1973 Fritz Bitsch Theo Tappe
1972 Fritz Bitsch Theo Tappe
1971 Georg Sinn Theo Tappe
1970 Karl Adam Hennesthal Günter Willi Feuerstein
1969 Karl Adam Hennesthal Günter Willi Feuerstein
1968 Karl Adam Hennesthal Günter Willi Feuerstein
1967 Karl Adam Hennesthal Günter Willi Feuerstein
1966 Karl Adam Hennesthal
1965 Karl Adam Hennesthal
1964 Hans Althaus
1963 Hans Althaus
1962 Hans Althaus
1961 Hans Althaus
1960 Karl Schmelcher
1659 Karl Schmelcher
1958 Karl Schmelcher
1957 Karl Schmelcher
1956 Karl Schmelcher
1955 Karl Schmelcher
1954 Alois Althaus
1953 Johann (Hans) Feuerstein
1952 Johann (Hans) Feuerstein
1951 Johann (Hans) Feuerstein
1950 Johann (Hans) Feuerstein
1949 Johann (Hans) Feuerstein
1948 Karl Hennesthal
1947 Karl Hennesthal (Wiederwahl)
1946 ?
1945 ?
1944 ?
1943 Albert Walter (Nachweis nur für 1943)
1942 Franz Schubach
1941 Franz Schubach
1940 Georg Schmelcher
1939 Georg Schmelcher
1938 Georg Schmelcher
1937 Georg Schmelcher
1936 Georg Schmelcher
1935 Georg Schmelcher
1934 Georg Schmelcher
1933 Karl Althaus
1932 Josef Hack
1931 Josef Hack
1930 Josef Hack
1929 Josef Hack
1928 Josef Hack ?
1927 Josef Hack ?
1926 Josef Hack ?
1925 Josef Hack ?
1924 Josef Hack
1923 Josef Hack
1922 Josef Hack
1921 Josef Hack
1920 Josef Hack
1919 August Stein
1918 August Stein
1917 August Stein
1916 August Stein
1915 August Stein
1914 August Stein
1913 Hermann Heidemann
1912 Hermann Heidemann
1911 Hermann Heidemann
1910 Hermann Heidemann
1909 Hermann Heidemann
1908 Hermann Heidemann .